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Typhus

Übertragung

Der Typhus-Erreger (Salmonella typhi) breitet sich bei unzureichender Hygiene durch befallene Nahrungsmittel oder über das Wasser aus. Gefahr droht, wenn menschliche Exkremente ins Trinkwasser und in Lebensmittel gelangen. Typhus-Bakterien kommen in allen Ländern, besonders aber in tropischen und subtropischen Gebieten vor.
Das Bakterium wird mit Harn und Stuhl ausgeschieden. Zwei bis fünf Prozent der Patienten bleiben nach der Genesung Dauer-Ausscheider. Reinfektionen sind möglich.
Nach Schätzungen der Weltgesundheits-Organisation (WHO) führen Typhus-Infektionen in annähernd fünfzig Millionen Fällen pro Jahr zu einer langandauernden und komplikationsreichen Krankheit.

Krankheitsverlauf

Nach einer Inkubationszeit von drei bis 60 Tagen steigt die Temperatur innerhalb der ersten Woche allmählich "treppenförmig" an. Wenn die Krankheit nicht erkannt und behandelt wird, kann ein Fieber von 40°C über zwei Wochen kontinuierlich anhalten.

Begleiterscheinungen sind:

  • Benommenheit
  • Infekt-Delirien
  • Herzbeschwerden (verlangsamte Herztätigkeit)
  • Leber- und Milzschwellungen
  • Stuhlveränderungen

Drei bis vier Wochen nach Ausbruch des Typhus kommt es zur Entfieberung. Durchfälle mit erbsbreiartigen Stühlen erschüttern den Körper. In etwa drei bis fünf Prozent der Fälle kommt es zu Fieber-Rückfällen.

Beim Typhus handelt es sich um eine Allgemeininfektion mit primärem Befall des Dünndarms. Die Liste der möglichen Komplikationen im Krankheits-Verlauf ist lang: 

  • toxisches Kreislaufversagen
  • Darmblutungen
  • Darmperforationen durch Geschwüre
  • Lungen-Entzündung
  • Beschädigung der Milz (Milzruptur)
  • Blutvergiftung
  • Thrombosen
  • Hirnhaut-Entzündung (Meningitis)
  • Knochenmark-Entzündung (Osteomyelitis)
  • Herzmuskel-Entzündung (Myokarditis)

Aufgrund der uncharakteristischen Symptome am Beginn wird die Typhus-Infektion häufig erst sehr spät festgestellt. Obwohl der Typhus durch Antibiotika behandelt werden kann, sterben daher zwei Prozent der Erkrankten.

Impfung

Schluck-Impfung: Kinder, Jugendliche und Erwachsene nehmen je eine magensaftresistente Kapsel am Tag 1, 3 und 5 ein. Die Impfung bietet in Ländern mit mäßiger und starker Verbreitung der Typhus-Bakterien einen sicheren Schutz. Dazu gehören die nordafrikanischen Länder, Mexiko und die meisten südamerikanischen Staaten. Die Schutzwirkung hält ein bis drei Jahre an.

Eine Auffrischung ist angezeigt:

  • alle drei Jahre bei ständigem Aufenthalt in Typhus-Gebieten,
  • jährlich bei Reisen in Typhus-Gebiete.


Geimpft werden können Kinder ab dem 2. Lebensjahr, Jugendliche und Erwachsene. Die Impfung wird von Kinderarzt, Hausarzt oder durch die Tropeninstitute vorgenommen.

Risiko-Gruppen

  • Rucksack-, Abenteuer- und Trekking-Reisende (in Endemie-Gebieten)
  • Personen, die länger in Typhus-Endemie-Gebieten leben
  • Menschen, die durch Krankheitsfälle in der Umgebung gefährdet sind