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Cholera

Übertragung

Infektionsgefahr droht bei unzureichender Hygiene (auch z.B. nach Katastrophen). Die Erreger der Cholera können ins Trinkwasser geraten und sich in kürzester Zeit bis in weit entfernte Gebiete verbreiten. Im internationalen Reiseverkehr geht man von einem Erkrankten pro 500.000 Reisenden aus Industrieländern aus. Allerdings werden nicht alle Fälle gemeldet. Die Zahl der Cholerafälle bei deutschen Reisenden und Urlaubern ist unbekannt. Wegen der sehr kurzen Inkubationszeit von nur ein bis drei Tagen kann es sein, dass die Cholera ungeimpfte Reisende in medizinisch unterentwickelten Gefahren-Gebieten überrascht. Hauptsächlich choleragefährdet sind Abenteuer-, Rucksack- oder Trekking-Reisende, die sich in tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten der Cholera aufhalten. 


Krankheitsverlauf

Die Cholera beginnt entweder allmählich mit zunächst breiigen, später dünnflüssigen Durchfällen oder mit plötzlichen Brechdurchfällen. Die Durchfälle werden im weiteren Verlauf häufiger und reiswasserartig. Durch den starken Wasser- und Elektrolytverlust kommt es zu Durstgefühl, Austrocknung der Schleimhäute, tiefliegenden Augen und Wadenkrämpfen. Der Kreislauf wird durch den Flüssigkeitsverlust stark belastet: Ein beschleunigter Puls, niedriger Blutdruck und flache, unregelmäßige Atemzüge sind erste Anzeichen eines Kreislaufschocks. Die Urinmenge nimmt ab. Koma und schweres Nierenversagen können die Folgen sein. Mit solchen Anzeichen kann die Cholera innerhalb weniger Stunden oder Tage zum Tod führen. Die Sterblichkeit liegt bei zwei Prozent. 

Impfung 

Der Cholera-Impfstoff wird zweimal im Abstand von einer Woche, besser vier Wochen verabreicht. Er darf ab dem 7. Lebensmonat gegeben werden. Bei etwa 80 Prozent der Geimpften bewirkt die Cholera-Impfung einen individuellen Schutz für die ersten drei Monate. Die Impfung wird nur in Ausnahme verlangt. Eine Empfehlung der Weltgesundheitsbehörde (WHO) besteht nicht. Die Impfung erfolgt durch den Hausarzt oder durch tropenmedizinische Institute.